Sonntag, 25. November 2018, 18:00 Uhr Erlöserkirche Gevelsberg

 

Maurice Duruflé

REQUIEM

 

Eike Tiedemann – Mezzosopran

Thomas Herberich – Bass

Camerata Vocale Gevelsberg

Claudius Stevens – Orgel

Capella instrumentale Gevelsberg

Leitung: Gerhardt Marquardt

 

Eintritt: Vorverkauf* 12,- € (8,- €)

Abendkasse 15,- € (10,- €)

(unter 18 Jahren frei)

Einlass: 17:30 Uhr

 

>>>Handzettel


*Vorverkauf

ENGELBERT-APOTHEKE, Mittelstr. 87

OPTIK DOHMS, Mittelstr. 32

Telefonische Kartenreservierung: Tel.: 02332/ 2711

E-Mail: kartenbestellung@kirchenmusik-in-gevelsberg.de

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Im Mittelpunkt dieses Konzertes steht das Requiem von Maurice Duruflé.

Maurice Duruflé ein Schüler von Charles Tournemire und Eugène Gigout, gehört zu den berühmtesten französischen Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus machte er sich einen Namen als Orgelvirtuose, der auch außerhalb seiner Heimat bekannt war. Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, in die Sowjetunion, nach Nordamerika und in die USA.

Duruflé komponierte neben Instrumentalmusik aber vor allem auch geistliche Vokalmusik. Dabei war der Einfluss seines Kompositionslehrers Paul Dukas von entscheidender Bedeutung.

1947 vollendete Duruflé die Partitur des Requiem (op. 9), das seit der Uraufführung im selben Jahr zu seiner bekanntesten Komposition zählt und das vielleicht bekannteste Requiem des 20. Jahrhunderts ist. Es ist fest in der liturgischen Tradition verwurzelt. Der gregorianische Choral der Totenmesse, der in fast jeden Abschnitt integriert ist, verleiht dem Werk eine grundlegende Geschmeidigkeit, auf die Duruflé seine charakteristische Modalharmonik und mühelose Polyphonie überträgt.

Die Originalfassung entstand für großes Orchester und Orgel. Später richtete der Komponist zwei weitere Fassungen ein, eine erste nur mit Orgelbegleitung und eine zweite mit Orgel und kleinerem Orchester. Letztere entstand 1961 und wird dem Charakter des Werkes wohl am besten gerecht. Sie wird auch in diesem Konzert zu hören sein.

 

Eingeleitet wird das Konzert mit dem bekannten Chorsatz „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ aus der Kantate 147 von J. S. Bach. Es folgt die Kantate „Ich bin beide“ für Solostimmen, Chor und Streicher von G. H. Stölzel, einem Komponisten, dessen herausragender Ruf zeitweise den seines Zeitgenossen J. S. Bach übertraf. Den Abschluss des barocken Teils bildet die Trauermusik „Schlage doch, gewünschte Stunde“ für Alt und Streicher von Melchior Hoffmann. Dieses Werk wurde früher J. S. Bach zugeschrieben (BWV 53).

 

Für die eindrückliche musikalische Gestaltung des Konzertprogramms sorgen neben dem Chor und den Instrumentalisten auch die beiden Gesangssolisten Eike Tiedemann (Mezzosopran) und Thomas Herberich (Bass).


AUSFÜHRENDE

Der Chor

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Die Camerata Vocale Gevelsberg bei einem Konzert im November 2016 in der Gevelsberger Erlöserkirche (Foto: Privat)

 

Die Solisten

EikeTiedemannMezzosopran

Die Mezzosopranistin Eike Tiedemann ist eine gefragte Oratoriensängerin. In der Essener Philharmonie und in der Klosterkirche Alpirsbach war sie mit Bachs Weihnachtsoratorium zu hören, und im Regentenbau Bad Kissingen mit Elgars The Kingdom. Kürzlich sang sie die Altpartie in Michael Tippetts A Child of Our Time und Bachs Weihnachtsoratorium mit Jazz-Resonanzen mit den Westfälischen Saxophonikern.

 

Ihr Repertoire umfasst sowohl Altpartien in Werken von Schütz bis Frank Martin, von Bach bis Bernstein als auch Mezzosopran-Partien wie Rossinis Stabat Mater und Rutters Magnificat.

Sie erhielt ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik Köln bei Prof. Margit Kobeck. Schon im Studium erwarb sie sich ein weit gefächertes Repertoire: Angefangen mit Alter Musik und historischer Aufführungspraxis bis zum romantischen Kunstlied, wobei sie auf Anregungen von Jürgen Glauß und Hartmut Höll zurückgreifen kann.

HerberichThomas2016

Thomas Herberich, Bass, studierte zunächst Kirchenmusik in Speyer, danach privat Gesang bei Brigitta Seidler-Winkler, anschließend an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Köln bei Prof. Dr. Franz Müller-Heuser und Edda Moser. Dort auch Opernschule bei Michael Hampe. Liedgestaltungskurse besuchte er u.a. bei Jürgen Glauß, Helmut Deutsch und Hartmut Höll.

Mitwirkung als Solist bei der Stuttgarter Bachakademie bei Helmut Rilling, dem Stuttgarter Kammerchor, der Rheinischen Kantorei, Frankfurter Vokalensemble, der Opera minora (Amsterdam) und der Musikbühne Mannheim.

Zusammenarbeit mit Ralf Otto, Frieder Bernius, Hermann Max und Stefan Laux.

Sein Schwerpunkt liegt im Konzert- und Oratorienbereich, sein Repertoire umfasst alle großen Liederzyklen von Schubert, Schumann, Brahms und Wolf sowie alle großen Oratorienpartien aber auch viel Opernpartien wie z. B. „Sarastro“ Zauberflöte, „Kaspar“ Freischütz“, „Phillip“ Don Carlos; u.v.m.

Rundfunkaufnahmen entstanden bei SWR, DLF und WDR, CD-Einspielungen u.a. bei Sony und Capriccio und Fernsehaufnahmen bei SWR und ZDF.