Samstag, 16. Juni 2018, 19:00 Uhr

Erlöserkirche Gevelsberg

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Krönungsmesse

 

Antje Bischof – Sopran

Dagmar Linde – Alt

Mark Heines – Tenor

Tobias Scharfenberger – Bass

Camerata Vocale Gevelsberg

Capella instrumentale Gevelsberg

Leitung: Gerhardt Marquardt

 

Eintritt: Vorverkauf* 12,- € (8,- €)

Abendkasse 15,- € (10,- €)

(unter 18 Jahren frei)

 

>>>Handzettel


Vorverkauf

JUWELIER HAARHAUS, Mittelstr. 21

ENGELBERT-APOTHEKE, Mittelstr. 87

OPTIK DOHMS, Mittelstr. 32

Telefonische Kartenreservierung: Tel.: 02332/ 2711

E-Mail: kartenbestellung@kirchenmusik-in-gevelsberg.de

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Wenige Wochen nach der Rückkehr von seiner Pariser Reise in den Salzburger Hofdienst schrieb Mozart jene von ihm stets hochgehaltene Messe, die im frühen 19. Jahrhundert als „Krönungsmesse“ zu einem seiner beliebtesten kirchenmusikalischen Werke wurde. Ihren Beinamen, den Mozart selbst nie verwendet hat, verdankt sie der Tatsache, dass sie bei der Krönungsfeierlichkeit Kaiser Leopolds II. 1790 in Frankfurt aufgeführt wurde, und zwar ausgerechnet von Mozarts angeblichem Rivalen Antonio Salieri.

Das Werk entstand allerdings schon viel früher, nämlich 1779 für das Osterfest im Salzburger Dom, wo es wahrscheinlich uraufgeführt wurde. Dieser feierliche Anlass ist auch der Grund für die festliche und aufwendige Instrumentierung mit Oboen, Hörnern, Trompeten und Pauken.

 

Ergänzt wird das Konzertprogramm, das ganz im Zeichen Mozarts steht, durch zwei ebenfalls reich instrumentierte Kirchensonaten für Orgel und Orchester sowie die „Vesperae solennes de Confessore“ KV 339. Diese „musikalische Vesper“ besteht wie damals üblich aus fünf Psalmvertonungen aus dem Alten Testament und dem „Magnificat“, dem Lobgesang der Maria, wie es im Lukasevangelium zu finden ist. Auch dieses Werk für Solostimmen, Chor und Orchester beeindruckt durch Mozarts Ideenreichtum bei der musikalischen Umsetzung der vorgegebenen Texte und die orchestrale Pracht.


AUSFÜHRENDE

Der Chor

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Die Camerata Vocale Gevelsberg bei einem Konzert im November 2016 in der Gevelsberger Erlöserkirche (Foto: Privat)

 

Die Solisten

AntjeBischof

Antje Bischof (Sopran)

Geboren 1969 in Wuppertal, erhielt sie ihre erste musikalische Ausbildung (Violine) an der Bergischen Musikschule Wuppertal. Ihre Liebe zum Gesang entdeckte sie während ihrer Ausbildung zur Musik- und Lateinlehrerin (Sek II) in Köln.
 

1993 begann sie parallel zum Schulmusikstudium an der Musikhochschule Köln Gesang zu studieren, zunächst zwei Semester bei Prof. Wilfried Jochims, anschließend bei Prof. Henner Leyhe (mit ergänzenden Studien bei Kai Wessel, Emma Kirkby, Ketil Haugsand, R.Piernay u.a.)

1999 legte sie in Köln die künstlerische Reifeprüfung ab.

 

Den Abschluss eines weiterführenden Studiums bei Prof. Barbara Schlick (Musikhochschule Wuppertal) bildete im April 2002 das Konzertexamen.

 

Als Solistin legt Antje Bischof den Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit auf den Oratorien- und Konzertbereich. Ihr Repertoire erstreckt sich von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Mit ihrer ausgesprochen warmen, beweglichen und wandlungsfähigen Stimme fühlt sie sich in allen Musikepochen zu Hause. Ihre Vorliebe gilt der Alten Musik, insbesondere den Werken J.S.Bachs.

Seit 2013 ist sie Stimmbildnerin der Kinder- und Jugendvokalakademie Oberberg.

 

Konzerte mit namhaften Chören / Ensembles und Dirigenten (u.a. Ph.Herreweghe, Musica Antiqua/R.Goebel, Siegener Bachchor/U.Stötzel, Leverkusener Bachchor/M.Porr) führten sie ins In- und Ausland, z.B. an die Dresdener Frauenkirche und die Thomanerkirche Leipzig.

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Dagmar Linde (Alt), in Witten an der Ruhr geboren, studierte nach frühzeitiger intensiver Ausbildung in Klavier, Klarinette und Orgel, Kirchenmusik und Gesang in Düsseldorf und Frankfurt.

Danach setzte sie ihre Gesangausbildung bei Heiner Eckels in Detmold fort. In Meisterkursen u.a. bei Agnes Giebel, Julia Hamari, Kurt Widmer, Helmut Rilling vervollständigte sie ihre Ausbildung.

Ihr Repertoire durchzieht alle Epochen der Musikgeschichte bis hin zur Zeitgenössischen Musik, und sie wirkte bei zahlreichen Konzerten, Liederabenden, Uraufführungen und Funkproduktionen mit.

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Mark Heines (Tenor)

Sein breit aufgestelltes Repertoire erarbeitete sich Mark Heines während der Ausbildung bei dem englischen Tenor und Gründungsmitglied der „King's Singers“ Alastair Thompson, sowie bei der ungarischen Sopranistin Krisztina Laki.

 

Auf der Opernbühne zeigt sich der jugendliche Tenor charakterstark: Er fühlt sich gleichsam wohl in den barocken Partien Georg Friedrich Händels (Acis and Galatea, Acis) oder Thomas Arnes (Artaxerxes, Rimines), wie in der Wiener Klassik und Mozarts Theatermusik (Zauberflöte, Tamino; Don Giovanni, Don Ottavio). Ebenso spielfreudig zeigt er sich als Rinuccio in Puccinis Gianni Schicchi oder Lysander in Brittens A Midsummer Night's Dream.

 

Große Aufmerksamkeit erringt Mark Heines mit seinen dramatischen Interpretationen der Bachschen Passionsoratorien, die er bereits unter der Leitung von Helmuth Rilling vielfach mitgestaltete, und gleichfalls durch die Oratorien Joseph Haydns und Felix Mendelssohn Bartholdys.

Sein vielseitiges musikalisches Interesse verwirklicht Mark Heines im Rahmen intensiver Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Bei seiner Arbeit begleiten ihn Ensembles, die sich der historischen Aufführungspraxis widmen, wie die Hannoversche Hofkapelle oder das Main-Barockorchester, aber auch Orchester mit modernem Instrumentarium, wie das Bach-Collegium Stuttgart.

 

Mit großer Ambition tritt Mark Heines bei Aufführungen zeitgenössischer Kompositionen in Erscheinung. Als regelmäßiger Gast der Ruhrtriennale wirkte er unter anderem in Werken von Tan Dun, Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm, Claude Vivier, Gerhard Stäbler oder Sven-David Sandström mit.

 

Eben diese Flexibilität, Spielfreude und Charakterstärke des jungen Tenors belegen erste CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen auf überzeugende Weise.

Scharfenberger

Tobias Scharfenberger (Bariton)wurde in Gräfelfing bei München geboren und wuchs in Hamburg und Trier auf. Nach erstem privaten Gesangunterricht bei Vera Ilieva in Trier erhielt er seine weitere Ausbildung von 1986 bis 1994 an den Musikhochschulen von Hannover und Karlsruhe bei Prof. Gerhard Faulstich und Prof. Roland Hermann. Darüber hinaus absolvierte er Meisterkurse bei Aldo Baldin, Sir Thomas Allen, Peter Schreier, Brigitte Fassbaender sowie Kurse für Liedinterpretation beim Duo Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, beim englischen Liedbegleiter Roger Vignoles und bei Rudolf Piernay.

 

Noch während des Studiums debütierte Tobias Scharfenberger als Moralés in Bizets „Carmen“ an der Oper Frankfurt am Main. Es folgten weitere Gastverträge u.a. an der Staatsoper Stuttgart, dem Staatstheater Kassel und dem Theater Klagenfurt. Festengagements verbanden ihn für mehrere Jahre mit dem Theater Bielefeld und der Kölner Oper. In dieser Zeit eignete er sich wichtige Partien des lyrischen Baritonfachs an und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Christof Loy, Christoph Nel, Andreas Homoki, Günther Krämer und Helmut Lohner zusammen.

 

Als freischaffender Opern- und Konzertsänger ist Tobias Scharfenberger national und inter-

national tätig. Neben Gastengagements an wichtigen deutschen Bühnen (darunter Komische Oper Berlin, Aalto-Musiktheater) sang er vielfach in Italien (Teatro Verdi, Padova, Teatro Carlo Felice, Genova, Barga-Festival, Teatro delle Muse, Ancona) sowie in den Niederlanden, in Luxemburg, Spanien, Russland, Tschechien, Israel, der Schweiz und Australien. Er erhielt Einladungen zu bedeutenden Festivals, darunter die Schwetzinger Festspiele, die Bachwoche Ansbach, das Bachfest Leipzig und das Melbourne Festival.

 

Tobias Scharfenbergers umfangreiche Konzerttätigkeit führte zur Zusammenarbeit mit so namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Stefan Soltesz, Ivor Bolton, Christoph Poppen und Howard Arman. Im Bereich der historisch orientierten Aufführungspraxis sang er unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, Reinhard Goebel und Federico Maria Sardelli. Er gastierte bei renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Münchener Kammer-

orchester, dem Orchestra Sinfonica Nazionale delle RAI, der Dresdner Philharmonie, dem Balthasar-Neumann-Ensemble und Chor, dem Dresdner Kreuzchor, Windsbacher Knabenchor und dem WDR-Rundfunksinfonieorchester Köln.

 

Zu seinen wichtigsten Aufgaben der letzten Jahre zählen die Titelpartie in der nach 270 Jahren im Rahmen des Düsseldorfer Altstadtherbstes erstmals wiederaufgeführten Vivaldi-Oper „Montezuma“, Teiresias in Agostino Steffanis „Niobe“ bei den Schwetzinger Festspielen sowie Monteverdis „L‘Orfeo“ am Pfalztheater Kaiserslautern und Aeneas in Purcells „Dido and Aeneas“ am Theater Gera.

 

Zuletzt arbeitete Tobias Scharfenberger eng mit den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach zusammen. Hier war er als Conte Almaviva in der Neuinszenierung von Mozarts „Le nozze di Figaro“, Dr. Falke in der „Fledermaus“, Henrik in Carl Nielsens „Maskararde“ sowie als Erich A. Collin in der Wiederaufnahme in der von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Produktion von Wittenbrinks „Comedian Harmonists“ zu erleben.

 

Tobias Scharfenberger ist Preisträger des Mozartfest-Wettbewerbes Würzburg, der Richard-Strauss-Gesellschaft München sowie des Bundeswettbewerbes “Gesang” des VdMK. Ferner war er Stipendiat des “Steans Institute for Young Artists” beim Ravinia Festival, Chicago.